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Gemeinde Söchtenau  |  E-Mail: info@soechtenau.de  |  Online: http://www.soechtenau.de

Erste urkundliche Erwähnung

In Jahre 924 fand zu Rohrdorf (südl. v. Rosenheim) zwischen der edlen Frau Rihni und dem Erzstift Salzburg eine derart Verhandlung statt, daß Rihni ihren ganzen Besitz zu Seeon anerhält und unter anderem folgende Kirchen und Höfe: Wang - Reit - Schnaitsee - Stephanskirchen - Tötzham - Schönberg - Eiselfing - und Pabensham samt allen Zubehör und überdies noch den Drittelzehnt von folgenden neun Korchen: Sechtenau, Prutting, Schwabering, Straßkirchen, Endorf, Antwort, Piezing, Selhuben und Neunkirchen.

Genannte edle Frau Rihni war die Frau Adalberts, bevor er in den geistlichen Stand übertrat und die Mutter der gräflichen Brüder Diotmar und Pernhard, die wiederholt in Urkunden als Söhne Adalberts genannt werden.

Die Urkunde von 924 ist von altershehr durchstrichen und der Vertrag wurde 927 in Salzburg erneuert, denn der Erzbischof schloß 924 einern sehr ungleichen Tausch. Er erhielt ja nur Seeon für schon genannte Orte und Kirchen.

Die Ursache des ungleichen Tausches war, daß Adalbert den erzbischöflichen Stuhl bestiegen hatte, Herzog Rudolf aber auf sein vom König verliehenes Recht der freien Besetzung der Bistümer seines Landes nicht verzichten wollte. Adalbert erwirkte sich also durch diesen, für den Herzog günstigen Vertrag, dessen Anerkennung.

Nachdem aber die Ungarngefahr von 926 beseitigt war, wurde der erste Vertrag von 924 am 1. April 927 zu Salzburg nochmals erneuert. Dabei  wurde er inhaltlich wesentlich verändert und in eine für den Erzbischof günstigere Form umgewandet.  

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